Die Ollech & Wajs Early Bird EB-24 ist eine Neuauflage, die eine genauere Betrachtung verdient, weil sie nicht nur von historischen Grafiken lebt. Die ursprüngliche Early Bird erschien 1965 als 24-Stunden-Uhr für zwei Zeitzonen und bezog sich auf den gleichnamigen Kommunikationssatelliten. Die nummerierte Edition von 2026 behält diese Umlauflogik bei, verwandelt sie aber in eine moderne, reisetaugliche Werkzeuguhr.

Die Frage für Sammler ist einfach: Wie oft begegnet man einer wirklich gut ablesbaren mechanischen 24-Stunden-Uhr mit glaubwürdiger Herkunft, 300 Metern Wasserdichtigkeit und einem Preis unterhalb der üblichen Grenze für Schweizer Retro-Modelle?

Was neu ist

Ollech & Wajs führt das neue Modell als OW „Early Bird“ EB-24, eine nummerierte Edition des Jahres 2026 nach dem Vorbild des Originals von 1965. Die Uhr besitzt ein gebürstetes 39,5-mm-Gehäuse aus 316L-Edelstahl, ist 12,5 mm hoch, misst 48 mm von Bandanstoß zu Bandanstoß und trägt eine drehbare 24-Stunden-Weltzeitlünette aus Aluminium.

Der angegebene Preis beträgt CHF 1.956. Nach Aussage der Marke ist die Uhr ab sofort mit einer voraussichtlichen Lieferzeit von vier Wochen ab Bestelldatum erhältlich. Zugleich weist sie darauf hin, dass direkte Verkäufe in die Vereinigten Staaten vorübergehend nicht möglich sind und US-Käufer autorisierte Händler nutzen sollten.

Frontansicht der Ollech & Wajs Early Bird EB-24 am schwarzen Lederarmband
Die vollständige Frontansicht ist hier entscheidend, denn die 24-Stunden-Anzeige bildet den Kern und ist kein dekoratives Nebenmerkmal.

Warum das 24-Stunden-Zifferblatt wichtig ist

Ein herkömmlicher Stundenzeiger umrundet das Zifferblatt zweimal am Tag. Der Stundenzeiger der EB-24 schafft eine Runde. Dadurch verändert sich das Ablesen: Der Besitzer sieht den ganzen Tag auf einmal und kann mit der 24-Stunden-Lünette eine zweite Zeitzone verfolgen.

Das ist mehr als Nostalgie. Für Piloten, Funker und Reisende besitzt die 24-Stunden-Zeit eine praktische Geschichte. Für Sammler ist der Reiz enger und interessanter: Die Anzeigelogik dieser Uhr erklärt bis heute die Geschichte auf dem Gehäuseboden, den Satellitennamen und die Farben der Lünette.

Ollech & Wajs Early Bird EB-24 am Handgelenk in einer offiziellen Lifestyle-Aufnahme
Die offizielle Handgelenkaufnahme zeigt die Proportionen ehrlich: 39,5 mm Durchmesser, 48 mm von Bandanstoß zu Bandanstoß und eine Form, die kompakt statt verkleidet historisch wirkt.

Die technischen Daten eingeordnet

Im Inneren arbeitet ein eigens angepasstes Automatikwerk Soprod C-125 mit Sekundenstopp, 4 Hz Frequenz, 25 Steinen, 42 Stunden Gangreserve, Incabloc-Stoßsicherung und Regulierung in drei Lagen. Ollech & Wajs gibt eine Ganggenauigkeit von -7/+7 Sekunden pro Tag an.

Der Rest des Pakets ist bewusst als Werkzeuguhr ausgelegt: Saphirglas mit Entspiegelung, verschraubte Krone, verschraubter Gehäuseboden, 300 m / 30 ATM Wasserdichtigkeit, weiße Super-LumiNova auf Zeigern und Indizes, ein 20 mm breites schwarzes italienisches Lederarmband und optional ein M-Link-Edelstahlarmband.

Detailansicht der Ollech & Wajs Early Bird EB-24 von der Kronenseite
Das Detail auf der Kronenseite zeigt die EB-24 als moderne OW-Werkzeuguhr und nicht als weichgezeichnete historische Requisite.

Das Signal für Sammler

Die größte Stärke der EB-24 besteht darin, dass ihre Eigenwilligkeit einen Grund hat. Eine rot-blaue Lünette und ein 24-Stunden-Zifferblatt können leicht wie Kostümdesign wirken, doch die Geschichte der Early Bird gibt beiden Details einen konkreten Auftrag: Kommunikation im Satellitenzeitalter, militärische 24-Stunden-Zeit und ein kompaktes Schweizer Gehäuse.

Damit ist auch der Käufer beschrieben. Lassen Sie sie aus, wenn Sie einen sofort vertrauten Dreizeiger suchen. Schauen Sie genauer hin, wenn Sie Uhren mögen, deren Anzeigeformat das Verhältnis zwischen Geschichte und täglicher Nutzung verändert.